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    <title>Klettgau &amp;mdash; Zettelwerk</title>
    <link>https://zettelwerk.writeas.com/tag:Klettgau</link>
    <description>Notizen eines Fiktionauten.</description>
    <pubDate>Mon, 27 Apr 2026 06:57:28 +0000</pubDate>
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      <title>Klettgau &amp;mdash; Zettelwerk</title>
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    <item>
      <title>025 Blauer Himmel, grüne Erde</title>
      <link>https://zettelwerk.writeas.com/023-blauer-himmel-grune-erde?pk_campaign=rss-feed</link>
      <description>&lt;![CDATA[Jetzt klärt sich auf der Titel des Buches von Ruth Blum auf. Er ist nicht bloss ein Hinweis auf die Landschaft des #Klettgaus, sondern bezeichnet auch die zwei Prinzipien, denen die Heranwachsende Regine folgt.&#xA;&#xA;!--more--&#xA;&#xA;Hier das Zitat:&#xA;&#xA;  Der Grossvater liebte den blauen Himmel mit seinem märchenhaften Kornblumenglanz, seinen tönenden Melodien. Die Grossmutter aber hatte sich vollkommen der grünen Erde verschrieben. Zwischen Himmel und Erde lag manche Gewitterschwüle, zuckten viele Blitze auf; doch sie verebbten - und die Wolken zerrannen wieder und zerflossen im seidenweichen Blau, welches die grünenden, blühenden Felder bestrahlte.&#xA;  Törichtes Beginnen zu fragen, welche der beiden Welten die meine wäre, die blaue oder die grüne.  Ich trug sie beide tief im Herzen, strebte beiden nach.  Nur war die eine Honigseim und die andere lediglich das kraftvolle Bauernbrot des täglichen Lebens.&#xA;&#xA;Noch ein weiteres Gegensatzpaar kommt in diesem Bild zum Ausdruck: das zwischen der städtischen Kultur mit seinen Möglichkeiten für Kunst und Kultur und das der Provinz, die nichts davon kennen will, weil sie keinen Platz dafür findet.&#xA;&#xA;#RuthBlum #Literatur #Klettgau]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Jetzt klärt sich auf der Titel des Buches von Ruth Blum auf. Er ist nicht bloss ein Hinweis auf die Landschaft des <a href="https://zettelwerk.writeas.com/tag:Klettgaus" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Klettgaus</span></a>, sondern bezeichnet auch die zwei Prinzipien, denen die Heranwachsende Regine folgt.</strong></p>



<p>Hier das Zitat:</p>

<blockquote><p>Der Grossvater liebte den blauen Himmel mit seinem märchenhaften Kornblumenglanz, seinen tönenden Melodien. Die Grossmutter aber hatte sich vollkommen der grünen Erde verschrieben. Zwischen Himmel und Erde lag manche Gewitterschwüle, zuckten viele Blitze auf; doch sie verebbten – und die Wolken zerrannen wieder und zerflossen im seidenweichen Blau, welches die grünenden, blühenden Felder bestrahlte.
Törichtes Beginnen zu fragen, welche der beiden Welten die meine wäre, die blaue oder die grüne.  Ich trug sie beide tief im Herzen, strebte beiden nach.  Nur war die eine Honigseim und die andere lediglich das kraftvolle Bauernbrot des täglichen Lebens.</p></blockquote>

<p>Noch ein weiteres Gegensatzpaar kommt in diesem Bild zum Ausdruck: das zwischen der städtischen Kultur mit seinen Möglichkeiten für Kunst und Kultur und das der Provinz, die nichts davon kennen will, weil sie keinen Platz dafür findet.</p>

<p><a href="https://zettelwerk.writeas.com/tag:RuthBlum" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">RuthBlum</span></a> <a href="https://zettelwerk.writeas.com/tag:Literatur" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Literatur</span></a> <a href="https://zettelwerk.writeas.com/tag:Klettgau" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Klettgau</span></a></p>
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      <guid>https://zettelwerk.writeas.com/023-blauer-himmel-grune-erde</guid>
      <pubDate>Sun, 22 May 2022 21:22:37 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>024 Grenzüberschreitungen 3</title>
      <link>https://zettelwerk.writeas.com/grenzuberschreitungen-3?pk_campaign=rss-feed</link>
      <description>&lt;![CDATA[Nach den literarischen nun auch noch die persönlichen Erfahrungen mit der Grenze.&#xA;&#xA;Assoziationen: Damals im Waldviertel in den 70er Jahren, im verschneiten Wald, als mich die plötzlich auftauchenen Tafeln mit der Aufschrift Achtung, Schussgefahr beim Langlauf sehr erschreckten und ich es als möglich denken wollte, dass wir am Eisernen Vorhang lebten.&#xA;&#xA;!--more--&#xA;&#xA;Dann später, in den 90er Jahren, als bei der Zugfahrt von Wien nach Zagreb diese neuen Grenzen meinen Nachtschlaf störten und Grenzbeamte in Operettenuniformen mir klar machten, dass die Stunde des Nationalismus geschlagen hatte. &#34;Krieg in Jugoslawien&#34;, hiess das damals. Schliesslich die Jahre beruflicher Flugreisen, bei denen Grenzen wie ein Überbleibsel aus einer vergangenen Zeit erschienen. Und dann die Pandemie 2020 als man sich in der Verzweiflung politischer Orientierungslosigkeit dazu hinreissen liess, einen Grenzzaun zwischen Deutschland und der Schweiz aufzustellen (zwischen den Stadtteilen Kreuzlingen und Konstanz). Bis heute empfinde ich politische Grenzen nur als Behinderung im natürlichen Umgang der Menschen mit den Menschen.&#xA;&#xA;Bei meinem letzten Aufenthalt im Klettgau verhöhne ich die Anmassung einer Grenze zwischen demokratischen und pluralistischen Staaten, die miteinander in Frieden leben. Die vielen Grenzsteine an der deutsch-schweizer Grenze haben natürlich ihre Bedeutung, obwohl sie völlig verloren in der Landschaft stehen, wie Zeugen aus bedeutungslosen Zeiten. Um 1830, während der letzten Grenzkorrekturen zwischen dem Grossherzogtum Baden und dem Kanton Schaffhausen wurden diese Steine auf spezielle Art eingegraben und ausgerichtet, mit den richtigen Beschriftungen auf den richtigen Seiten. Auf der Deckfläche der Quader befindet sich eine Einkerbung, die den Grenzverlauf markiert. Das alles lässt mich wieder an das Kapitel des Romans von Ruth Blum denken, wo diesselben Steine doch etwas anderes andeuteten als diese heute tun: die Grenze zwischen Krieg und Frieden.&#xA;&#xA;Und dann die Wanderung vor zwei Wochen. Von einem Berghof hinunter zieht sich der kleine Waldpfad in den seltsamen Ort Wunderklingen. An ihm liegen sehr viele dieser alten Grenzsteine. Ich behandle sie wie Denkmäler, die unter Schutz stehen. Ich betrachte und berühre sie, fotografiere sie und bewundere sie ein wenig. Fast 200 Jahre stehn sie da als stumme Zeugen einer zwar historisch gewordenen, aber letztlich doch willkürlichen Setzung politischer Macht. Ich laufe Slalom zwischen ihnen wie ein kleines Kind, das die Realität nicht anerkennen will.&#xA;&#xA;#RuthBlum #Klettgau #Grenzen]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nach den literarischen nun auch noch die persönlichen Erfahrungen mit der Grenze.</strong></p>

<p><em>Assoziationen:</em> Damals im Waldviertel in den 70er Jahren, im verschneiten Wald, als mich die plötzlich auftauchenen Tafeln mit der Aufschrift <em>Achtung, Schussgefahr</em> beim Langlauf sehr erschreckten und ich es als möglich denken wollte, dass wir am <em>Eisernen Vorhang</em> lebten.</p>



<p>Dann später, in den 90er Jahren, als bei der Zugfahrt von Wien nach Zagreb diese neuen Grenzen meinen Nachtschlaf störten und Grenzbeamte in Operettenuniformen mir klar machten, dass die Stunde des Nationalismus geschlagen hatte. “Krieg in Jugoslawien”, hiess das damals. Schliesslich die Jahre beruflicher Flugreisen, bei denen Grenzen wie ein Überbleibsel aus einer vergangenen Zeit erschienen. Und dann die Pandemie 2020 als man sich in der Verzweiflung politischer Orientierungslosigkeit dazu hinreissen liess, einen Grenzzaun zwischen Deutschland und der Schweiz aufzustellen (zwischen den Stadtteilen Kreuzlingen und Konstanz). Bis heute empfinde ich politische Grenzen nur als Behinderung im natürlichen Umgang der Menschen mit den Menschen.</p>

<p>Bei meinem letzten Aufenthalt im Klettgau verhöhne ich die Anmassung einer Grenze zwischen demokratischen und pluralistischen Staaten, die miteinander in Frieden leben. Die vielen Grenzsteine an der deutsch-schweizer Grenze haben natürlich ihre Bedeutung, obwohl sie völlig verloren in der Landschaft stehen, wie Zeugen aus bedeutungslosen Zeiten. Um 1830, während der letzten Grenzkorrekturen zwischen dem Grossherzogtum Baden und dem Kanton Schaffhausen wurden diese Steine auf spezielle Art eingegraben und ausgerichtet, mit den richtigen Beschriftungen auf den richtigen Seiten. Auf der Deckfläche der Quader befindet sich eine Einkerbung, die den Grenzverlauf markiert. Das alles lässt mich wieder an das <a href="https://write.as/zettelwerk/020-uber-grenzuberschreitungen-teil-1">Kapitel des Romans von Ruth Blum</a> denken, wo diesselben Steine doch etwas anderes andeuteten als diese heute tun: die Grenze zwischen Krieg und Frieden.</p>

<p>Und dann die Wanderung vor zwei Wochen. Von einem Berghof hinunter zieht sich der kleine Waldpfad in den seltsamen Ort Wunderklingen. An ihm liegen sehr viele dieser alten Grenzsteine. Ich behandle sie wie Denkmäler, die unter Schutz stehen. Ich betrachte und berühre sie, fotografiere sie und bewundere sie ein wenig. Fast 200 Jahre stehn sie da als stumme Zeugen einer zwar historisch gewordenen, aber letztlich doch willkürlichen Setzung politischer Macht. Ich laufe Slalom zwischen ihnen wie ein kleines Kind, das die Realität nicht anerkennen will.</p>

<p><a href="https://zettelwerk.writeas.com/tag:RuthBlum" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">RuthBlum</span></a> <a href="https://zettelwerk.writeas.com/tag:Klettgau" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Klettgau</span></a> <a href="https://zettelwerk.writeas.com/tag:Grenzen" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Grenzen</span></a></p>
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      <guid>https://zettelwerk.writeas.com/grenzuberschreitungen-3</guid>
      <pubDate>Fri, 20 May 2022 11:36:55 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>021 Über Grenzüberschreitungen 1</title>
      <link>https://zettelwerk.writeas.com/020-uber-grenzuberschreitungen-teil-1?pk_campaign=rss-feed</link>
      <description>&lt;![CDATA[Zweimal finde ich in meiner aktuellen Lektüre Grenzen thematisiert. In Ruth Blums Buch &#34;Blauer Himmel. Grüne Erde (1941)&#34; und in Ursula K. Le Guins Buch &#34;The Dispossessed&#34; (1974)&#34;. Und gerade komme ich aus dem Kanton Schaffhausen zurück. Grund genug, über Grenzen zu schreiben.&#xA;&#xA;!--more--&#xA;&#xA;Zunächst berichte ich aus der Erfahrungswelt eines Kindes. Ruth Blum widmet in ihrer sgn. Autobiographie ein ganzes Kapitel der Grenze. Es ist die Zeit des Grossen Krieges und die Erwachsenen sprechen darüber in unheilvoller Weise, welche die eigene Kindheit immer wieder wie ein Schatten verdunkelt. Der Krieg ist da draussen, jenseits der Grenze, die von den Schweizer Vätern beschützt werden muss. Der eigene Vater wacht am Gotthart in Schnee und Eis über die Sicheheit der Familie. Da muss die Grenze ein Bollwerk sein, eine riesige Mauer, die den Krieg Draussen hält, damit im Inneren Frieden herrscht. Eingeklemmt zwischen den Franzosen und Deutschland liegt die Schweiz im Ersten Weltkrieg. Ein viel beschworenes Bollwerk ist das Land, umgeben von einem bewachten Grenzzaun. Doch in Wirklichkeit verirrt man sich rasch entlang der fragilen Trennlinie zwischen Ländern und Kulturen.&#xA;&#xA;Das Unverständnis, was denn eigentlich eine Grenze sei, ist gross bei dem Mädchen aus einem kleinen Dorf im Klettgau. Es kann nicht verstehen, dass diesseits und jenseits dieselbe Landschaft, derselbe Sommer existieren, diesselben Menschen leben und sich kaum von einander unterscheiden. Nur das Schweizer Zollhäuschen gibt an, dass hier irgendwo das eigene Land enden muss und der Krieg dahinter tobt. Und so geschieht es, dass sich das Mädchen namens Regine ohne rechte Orientierung auf die deutsche Seite der Grenze verirrt. Dort, wo sie dunkel gekleidete Frauen bei einem Begräbnis beobachtet, muss Regine erstaunt feststellen:&#xA;&#xA;  Da draussen war ja keine Zerstörung, kein Untergang. Keine blutigen Schlachten, keine brennenden Häuser erfüllten dieses stille deutsche Tal. Nicht ein einziger Trommelwirbel erschütterte seine schläfrige Mittagsruhe. Nur friedliche Rauchwölklein wirbelten über den Dächern auf und dem Bächlein entlang weideten weisse Schafe.&#xA;&#xA;Doch irgendwo kommt der Abschluss, das Ende, die Grenze ins Spiel. Das Mädchen wird von einem Grenzsoldaten aufgegriffen und wieder in die Schweiz zurückgeschickt. Doch ihr Glauben an die Undurchlässigkeit der Grenze ist erschüttert: sie hatte ja selbst gesehen, dass es dort weder Bollwerk noch Zaun. weder Turm noch Graben gab, sondern nur ein paar graue Steine am Boden lagen. Die Grenze ist ihrem Wesen nach durchlässig und so auch die Welten zu beiden Seiten.&#xA;&#xA;#Literatur #GeniusLoci #Grenzen #Klettgau #LeGuin #RuthBlum #Solarpunk]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zweimal finde ich in meiner aktuellen Lektüre Grenzen thematisiert. In Ruth Blums Buch <em>“Blauer Himmel. Grüne Erde (1941)”</em> und in Ursula K. Le Guins Buch <em>“The Dispossessed” (1974)”</em>. Und gerade komme ich aus dem Kanton Schaffhausen zurück. Grund genug, über Grenzen zu schreiben.</strong></p>



<p>Zunächst berichte ich aus der Erfahrungswelt eines Kindes. Ruth Blum widmet in ihrer sgn. Autobiographie ein ganzes Kapitel der Grenze. Es ist die Zeit des Grossen Krieges und die Erwachsenen sprechen darüber in unheilvoller Weise, welche die eigene Kindheit immer wieder wie ein Schatten verdunkelt. Der Krieg ist da draussen, jenseits der Grenze, die von den Schweizer Vätern beschützt werden muss. Der eigene Vater wacht am Gotthart in Schnee und Eis über die Sicheheit der Familie. Da muss die Grenze ein Bollwerk sein, eine riesige Mauer, die den Krieg Draussen hält, damit im Inneren Frieden herrscht. Eingeklemmt zwischen den Franzosen und Deutschland liegt die Schweiz im Ersten Weltkrieg. Ein viel beschworenes Bollwerk ist das Land, umgeben von einem bewachten Grenzzaun. Doch in Wirklichkeit verirrt man sich rasch entlang der fragilen Trennlinie zwischen Ländern und Kulturen.</p>

<p>Das Unverständnis, was denn eigentlich eine Grenze sei, ist gross bei dem Mädchen aus einem kleinen Dorf im Klettgau. Es kann nicht verstehen, dass diesseits und jenseits dieselbe Landschaft, derselbe Sommer existieren, diesselben Menschen leben und sich kaum von einander unterscheiden. Nur das Schweizer Zollhäuschen gibt an, dass hier irgendwo das eigene Land enden muss und der Krieg dahinter tobt. Und so geschieht es, dass sich das Mädchen namens Regine ohne rechte Orientierung auf die deutsche Seite der Grenze verirrt. Dort, wo sie dunkel gekleidete Frauen bei einem Begräbnis beobachtet, muss Regine erstaunt feststellen:</p>

<blockquote><p>Da draussen war ja keine Zerstörung, kein Untergang. Keine blutigen Schlachten, keine brennenden Häuser erfüllten dieses stille deutsche Tal. Nicht ein einziger Trommelwirbel erschütterte seine schläfrige Mittagsruhe. Nur friedliche Rauchwölklein wirbelten über den Dächern auf und dem Bächlein entlang weideten weisse Schafe.</p></blockquote>

<p>Doch irgendwo kommt der Abschluss, das Ende, die Grenze ins Spiel. Das Mädchen wird von einem Grenzsoldaten aufgegriffen und wieder in die Schweiz zurückgeschickt. Doch ihr Glauben an die Undurchlässigkeit der Grenze ist erschüttert: sie hatte ja selbst gesehen, dass es dort weder Bollwerk noch Zaun. weder Turm noch Graben gab, sondern nur ein paar graue Steine am Boden lagen. Die Grenze ist ihrem Wesen nach durchlässig und so auch die Welten zu beiden Seiten.</p>

<p><a href="https://zettelwerk.writeas.com/tag:Literatur" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Literatur</span></a> <a href="https://zettelwerk.writeas.com/tag:GeniusLoci" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">GeniusLoci</span></a> <a href="https://zettelwerk.writeas.com/tag:Grenzen" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Grenzen</span></a> <a href="https://zettelwerk.writeas.com/tag:Klettgau" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Klettgau</span></a> <a href="https://zettelwerk.writeas.com/tag:LeGuin" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">LeGuin</span></a> <a href="https://zettelwerk.writeas.com/tag:RuthBlum" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">RuthBlum</span></a> <a href="https://zettelwerk.writeas.com/tag:Solarpunk" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Solarpunk</span></a></p>
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      <guid>https://zettelwerk.writeas.com/020-uber-grenzuberschreitungen-teil-1</guid>
      <pubDate>Mon, 16 May 2022 19:49:44 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>018 Ein Koffer voller Geschichten.</title>
      <link>https://zettelwerk.writeas.com/017-ein-koffer-voller-geschichten?pk_campaign=rss-feed</link>
      <description>&lt;![CDATA[Fast hätte ich geschrieben: Ein Koffer voller Andenken. Doch Andenken sind dazu da, um zu verstauben, Geschichten jedoch sollen bewegen und erzählt werden.&#xA;&#xA;Wie befürchtet, war auch der #Klettgau eine reiche Ausbeute an Geschichten. Das Neue, oft am Wegrand Aufgelesene, das mühsam Erforschte, zufällig Erlauschte und erstaunt Gesehene haben mich bereichert, aber auch von der Arbeit am Roman abgehalten. Doch sei es drum, ich stehe nicht unter einem finanziell verursachten Schaffensdruck, den Musen sei Dank! Ich kann mir Zeit lassen und vielleicht die eine oder andere aufgelesene Geschichte in den Stoff einarbeiten.&#xA;&#xA;!--more--&#xA;&#xA;Es war eine literarische Entdeckung, die mich wohl am meisten von den Erlebnissen im Klettgau beeindruckte: die unbekannte und wohl auch in ihrer Region vergessene Schriftstellerin Ruth Blum hat es mir besonders angetan. Heute ist eines ihrer Bücher aus dem Jahr 1941 bei mir eingetroffen: Blauer Himmel. Grüne Erde. Das ist ihr erstes Werk und wohl auch eine Lebenserinnerung, die sie Jahrzehnte später in ihrem Buch Graue Steine fortsetzen sollte. Eine ganze Welt tut sich hier wohl auf in der Region um Schaffhausen, eine Welt, von der ich (familiär bedingt) immer schon mehr erfahren wollte.&#xA;&#xA;Und noch zweite eine zweite Entdeckung (ich beschränke mich hier wirklich nur aufs Literarische) muss ich erwähnen: jene von Ursula Noser:&#xA;&#xA;Aus der Ballade vom Ackerland&#xA;Ursula Noser&#xA;&#xA;  Abgeerntet&#xA;  ist heute schon das Feld&#xA;  Zwei Falter gestern&#xA;  taumelten&#xA;  durch Reifeduft und&#xA;  Erdgeruch in alle Tiefen&#xA;  einer Sommernacht&#xA;  berauscht vom Korn&#xA;  und seiner Süsse&#xA;&#xA;  Die Bagger werden kommen&#xA;  um unser Feld&#xA;  für andre Saaten umzubrechen&#xA;&#xA;  Wenn dies vollbracht ist&#xA;  werden wir&#xA;  nur noch Erinnerungen ernten&#xA;&#xA;Ursula Noser entzieht sich fast komplett meiner Recherche im Internet. Schliesslich finde ich in irgendeiner Ecke des Digitalen Raums ein Geburtsdatum (1947) und den Beruf &#34;Lyrikerin&#34;. Sie war offenbar Kolumnistin bei der Schaffhauser Nachrichten. Und dann ist noch die Lesung ihres Gedichts abseits auf Youtube. Vereinzelt auch ein paar Onlite gestellte Diapositive im Schaffhauser Stadtarchiv, die sie in jungen Jahren zeigen. Ein Rätsel also und ein Werk, dem man offenbar detektivisch nachjagen muss. Ich möchte so gerne mehr von ihrem Ouevre lesen, wenn sie überhaupt eines hat, das veröffentlicht wurde.&#xA;&#xA;Beide Dichterinnen habe ich auf meinen Spaziergängen im Klettgau entdeckt, auf dem sgn. Schaffhauser Dichterpfad, auf dem ziemlich viel schlechte, aber auch passable bis gute LyrikerInnen versammelt sind. Eine nette Idee, aber ein wenig Biographie auf einer eigenen Website hätte ich mir für die ausgestellten Damen und Herren gewünscht.  Stattdessen find ich eine Trophy und viel sportlich motiviertes Blabla. Auch das sind Geschichten, allerdings moderne Paraphrasen auf das &#34;richtige Leben&#34; , die mich so gar nicht interessieren.&#xA;&#xA;#Klettgau #GeniusLoci #Literatur]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Fast hätte ich geschrieben: <em>Ein Koffer voller Andenken</em>. Doch Andenken sind dazu da, um zu verstauben, Geschichten jedoch sollen bewegen und erzählt werden.</strong></p>

<p>Wie befürchtet, war auch der <a href="https://zettelwerk.writeas.com/tag:Klettgau" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Klettgau</span></a> eine reiche Ausbeute an Geschichten. Das Neue, oft am Wegrand Aufgelesene, das mühsam Erforschte, zufällig Erlauschte und erstaunt Gesehene haben mich bereichert, aber auch von der Arbeit am Roman abgehalten. Doch sei es drum, ich stehe nicht unter einem finanziell verursachten Schaffensdruck, den Musen sei Dank! Ich kann mir Zeit lassen und vielleicht die eine oder andere aufgelesene Geschichte in den Stoff einarbeiten.</p>



<p>Es war eine literarische Entdeckung, die mich wohl am meisten von den Erlebnissen im Klettgau beeindruckte: die unbekannte und wohl auch in ihrer Region vergessene Schriftstellerin <em><strong>Ruth Blum</strong></em> hat es mir besonders angetan. Heute ist eines ihrer Bücher aus dem Jahr 1941 bei mir eingetroffen: <em><strong>Blauer Himmel. Grüne Erde.</strong></em> Das ist ihr erstes Werk und wohl auch eine Lebenserinnerung, die sie Jahrzehnte später in ihrem Buch <em><strong>Graue Steine</strong></em> fortsetzen sollte. Eine ganze Welt tut sich hier wohl auf in der Region um Schaffhausen, eine Welt, von der ich (familiär bedingt) immer schon mehr erfahren wollte.</p>

<p>Und noch zweite eine zweite Entdeckung (ich beschränke mich hier wirklich nur aufs Literarische) muss ich erwähnen: jene von <em><strong>Ursula Noser</strong></em>:</p>

<p><strong>Aus der Ballade vom Ackerland
Ursula Noser</strong></p>

<blockquote><p>Abgeerntet
ist heute schon das Feld
Zwei Falter gestern
taumelten
durch Reifeduft und
Erdgeruch in alle Tiefen
einer Sommernacht
berauscht vom Korn
und seiner Süsse</p>

<p>Die Bagger werden kommen
um unser Feld
für andre Saaten umzubrechen</p>

<p>Wenn dies vollbracht ist
werden wir
nur noch Erinnerungen ernten</p></blockquote>

<p>Ursula Noser entzieht sich fast komplett meiner Recherche im Internet. Schliesslich finde ich in irgendeiner Ecke des Digitalen Raums ein Geburtsdatum (1947) und den Beruf “Lyrikerin”. Sie war offenbar Kolumnistin bei der Schaffhauser Nachrichten. Und dann ist noch die Lesung ihres Gedichts <em><strong><a href="https://www.youtube.com/watch?v=9EJ2bj2KEJ8">abseits</a></strong></em> auf Youtube. Vereinzelt auch ein paar Onlite gestellte Diapositive im Schaffhauser Stadtarchiv, die sie in jungen Jahren zeigen. Ein Rätsel also und ein Werk, dem man offenbar detektivisch nachjagen muss. Ich möchte so gerne mehr von ihrem Ouevre lesen, wenn sie überhaupt eines hat, das veröffentlicht wurde.</p>

<p>Beide Dichterinnen habe ich auf meinen Spaziergängen im Klettgau entdeckt, auf dem sgn. <a href="https://www.christianamsler.ch/wahlkomitee/mundarttexte-schaffhausen.htm">Schaffhauser Dichterpfad</a>, auf dem ziemlich viel schlechte, aber auch passable bis gute LyrikerInnen versammelt sind. Eine nette Idee, aber ein wenig Biographie auf einer eigenen Website hätte ich mir für die ausgestellten Damen und Herren gewünscht.  Stattdessen find ich eine Trophy und viel <a href="https://dichterpfad.ch/">sportlich motiviertes Blabla</a>. Auch das sind Geschichten, allerdings moderne Paraphrasen auf das “richtige Leben” , die mich so gar nicht interessieren.</p>

<p><a href="https://zettelwerk.writeas.com/tag:Klettgau" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Klettgau</span></a> <a href="https://zettelwerk.writeas.com/tag:GeniusLoci" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">GeniusLoci</span></a> <a href="https://zettelwerk.writeas.com/tag:Literatur" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Literatur</span></a></p>
]]></content:encoded>
      <guid>https://zettelwerk.writeas.com/017-ein-koffer-voller-geschichten</guid>
      <pubDate>Sat, 14 May 2022 13:57:49 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>017 Das Schlaatemer Bähnli</title>
      <link>https://zettelwerk.writeas.com/das-schlaatemer-bahnli?pk_campaign=rss-feed</link>
      <description>&lt;![CDATA[Von 1905 bis 1964 führte eine elektrifizierte Strassenbahn von Schaffhausen über Siblingen nach Schleitheim. Nie richtig erfolgreich wurde sie nach 60 Jahren eingestellt.&#xA;&#xA;Wir sind es gewohnt, Strassenbahnen eng mit dem urbanen Leben zu verknüpfen. Eine Tram, die sich mit der Anbindung an eine Stadt meist im ländlichen Raum bewegt, über eine Strecke von fast 19 km, das ist aussergewöhnlich. So etwas wäre heute eine Fremdenverkehrs-attraktion ersten Ranges, beliebt bei Erholung und Abwechslung Suchenden, aber möglicherweise auch bei PendlerInnen und Schulkindern.&#xA;&#xA;!--more--&#xA;&#xA;Etwas Handfestes, Zukunftsorientiertes, verbunden mit dem Blick in eine wunderschöne stille Landschaft. Stattdessen rauschen heute Hochleistungsbusse, Autos, landwirtschaftliche Maschinen und die trotz Klimakrise so nachgefragten protzigen SUVs an uns vorbei. Wir aber quälen uns mit Fahrrädern im Verkehr dahin.&#xA;&#xA;So eine Tram im Grünen, die  gab es im Klettgau in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sie hiess Schleitheimer Bahn (Schleetamer Bähnli). Von 1905 bis 1964, also 60 Jahre lang, fuhren elektrifizierte Waggons von der Hochrheinbahn quer durch Hügel und Ackerland, entlang der Wälder des Randen durch die Dörfer Beringen, Löhningen, Siblingen und Schleitheim. Das war die nördlichste Tram der Schweiz, wie man immer wieder mit Stolz bemerkte. Bis nach Deutschland hat sie es allerdings nie geschafft. Passagiere beförderte sie, aber natürlich diente sie dem Gütertransport. Die Kapazitäten waren recht ordentlich: 1937  lagen sie bei rund 270.000 beförderten Personen, 1945, aufgrund der allgemeinen Treibstoffknappheit bei rund 600.000 Personen.&#xA;&#xA;  Transportiert wurden nicht nur Leute, sondern zum Beispiel auch Holz oder Milch und Gerätschaften, und natürlich auch Tiere. Davon hatte die Nase auch immer etwas! Da gab es die wöchentlichen Schlachttransporte, aber auch die berührende Geschichte, wo ein Tramchauffeur bei Nacht und Nebel nochmals ausrückte, um eine einzelne Kuh in Schaffhausen abzuholen und sie nach Schleitheim zu bringen!&#xA;&#xA;Quelle&#xA;&#xA;Doch die Bahn war trotz ihres ländlichen Charmes und des nie enden wollenden Druckes der Schleitheimer nie ein Kind des Glücks. Sie war, auch im übertragenen Sinn, eine rechte Schmalspurbahn. Schon ihre Geburt war von einer Kette an Vorhaben, Widerständen und Versäumnissen geprägt, die finanzielle Ausstattung im Laufe ihres Lebens blieb bescheiden und  die zunehmende Automobilisierung verdrängte sie dann bald von der mit den Autos über Strecken gemeinsam genutzten Trasse.&#xA;&#xA;Wenig Artefakte blieben von der Bahn erhalten, ein Stationsgebäude, ein Güterschuppen, ein Depot und allen voran die charmante Haltestelle an der Silblinger Höhe. Letztere darf dem Nachfolger des Bähnlis, einer Buslinie, noch immer als Wartehäuschen dienen. Und letzthin, weil ja die Bahnnostalgie wieder auflebt, hat ein Siblinger Ehepaar einen der alten Waggons gekauft und zu einem Bahnhof-Bistro umgestaltet. Im Angebot: Kaltes Trämliplättli und Trämli Chässchnitte. Die Vergangenheit dient wie so oft als nostalgische Fremdenverkehrsattraktion, aber nicht als Aufforderung zu einem Neudenken von Verkehrspolitik in Zeiten dieser bereits fassbaren Klimakatastrophe.&#xA;&#xA;#GeniusLoci #Klettgau]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Von 1905 bis 1964 führte eine elektrifizierte Strassenbahn von Schaffhausen über Siblingen nach Schleitheim. Nie richtig erfolgreich wurde sie nach 60 Jahren eingestellt.</strong></p>

<p>Wir sind es gewohnt, Strassenbahnen eng mit dem urbanen Leben zu verknüpfen. Eine <em><strong>Tram</strong></em>, die sich mit der Anbindung an eine Stadt meist im ländlichen Raum bewegt, über eine Strecke von fast 19 km, das ist aussergewöhnlich. So etwas wäre heute eine Fremdenverkehrs-attraktion ersten Ranges, beliebt bei Erholung und Abwechslung Suchenden, aber möglicherweise auch bei PendlerInnen und Schulkindern.</p>



<p>Etwas Handfestes, Zukunftsorientiertes, verbunden mit dem Blick in eine wunderschöne stille Landschaft. Stattdessen rauschen heute Hochleistungsbusse, Autos, landwirtschaftliche Maschinen und die trotz Klimakrise so nachgefragten protzigen SUVs an uns vorbei. Wir aber quälen uns mit Fahrrädern im Verkehr dahin.</p>

<p>So eine Tram im Grünen, die  gab es im Klettgau in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sie hiess Schleitheimer Bahn (<em><strong>Schleetamer Bähnli</strong></em>). Von 1905 bis 1964, also 60 Jahre lang, fuhren elektrifizierte Waggons von der Hochrheinbahn quer durch Hügel und Ackerland, entlang der Wälder des Randen durch die Dörfer Beringen, Löhningen, Siblingen und Schleitheim. Das war die nördlichste Tram der Schweiz, wie man immer wieder mit Stolz bemerkte. Bis nach Deutschland hat sie es allerdings nie geschafft. Passagiere beförderte sie, aber natürlich diente sie dem Gütertransport. Die Kapazitäten waren recht ordentlich: 1937  lagen sie bei rund 270.000 beförderten Personen, 1945, aufgrund der allgemeinen Treibstoffknappheit bei rund 600.000 Personen.</p>

<blockquote><p>Transportiert wurden nicht nur Leute, sondern zum Beispiel auch Holz oder Milch und Gerätschaften, und natürlich auch Tiere. Davon hatte die Nase auch immer etwas! Da gab es die wöchentlichen Schlachttransporte, aber auch die berührende Geschichte, wo ein Tramchauffeur bei Nacht und Nebel nochmals ausrückte, um eine einzelne Kuh in Schaffhausen abzuholen und sie nach Schleitheim zu bringen!</p></blockquote>

<p><strong><a href="https://www.ref-siblingen.ch/bericht/6906">Quelle</a></strong></p>

<p>Doch die Bahn war trotz ihres ländlichen Charmes und des nie enden wollenden Druckes der Schleitheimer nie ein Kind des Glücks. Sie war, auch im übertragenen Sinn, eine rechte Schmalspurbahn. Schon ihre Geburt war von einer Kette an Vorhaben, Widerständen und Versäumnissen geprägt, die finanzielle Ausstattung im Laufe ihres Lebens blieb bescheiden und  die zunehmende Automobilisierung verdrängte sie dann bald von der mit den Autos über Strecken gemeinsam genutzten Trasse.</p>

<p>Wenig Artefakte blieben von der Bahn erhalten, ein Stationsgebäude, ein Güterschuppen, ein Depot und allen voran die charmante Haltestelle an der Silblinger Höhe. Letztere darf dem Nachfolger des Bähnlis, einer Buslinie, noch immer als Wartehäuschen dienen. Und letzthin, weil ja die Bahnnostalgie wieder auflebt, hat ein Siblinger Ehepaar einen der alten Waggons gekauft und zu einem Bahnhof-Bistro umgestaltet. Im Angebot: Kaltes Trämliplättli und Trämli Chässchnitte. Die Vergangenheit dient wie so oft als nostalgische Fremdenverkehrsattraktion, aber nicht als Aufforderung zu einem Neudenken von Verkehrspolitik in Zeiten dieser bereits fassbaren Klimakatastrophe.</p>

<p><a href="https://zettelwerk.writeas.com/tag:GeniusLoci" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">GeniusLoci</span></a> <a href="https://zettelwerk.writeas.com/tag:Klettgau" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Klettgau</span></a></p>
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      <guid>https://zettelwerk.writeas.com/das-schlaatemer-bahnli</guid>
      <pubDate>Fri, 13 May 2022 18:09:47 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>016 Fast ein Heimatgedicht: Ruth Blum</title>
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      <description>&lt;![CDATA[Das Gedicht fand ich in der Nähe der Burg Radegg, auf einer Tafel des Schaffhausner Dichterpfads, mit der Bezeichnung Südranden 8. Es ist wohl ein wenig altmodisch, aber ich mag seinen Charme.&#xA;&#xA;!--more--&#xA;&#xA;Ruth Blum&#xA;Akelei oder Narrenkappe&#xA;Aquilegia vulgaris&#xA;&#xA;  Mit dunklem Blick und schlecht rasiertem Kinn,&#xA;  den schüttern Haarschopf mangelhaft gebürstet,&#xA;  durchstreift den weiten Wald der Musensohn,&#xA;  der nach dem Bild der blauen Blume dürstet.&#xA;&#xA;  Schmalbrüstig keucht er über Stock und Stein,&#xA;  sein kurzer Dichteratem geht asthmatisch.&#xA;  Ein grosses Wildschwein nimmt entsetzt Reissaus;&#xA;  Der Ungekämmte ist ihm nicht sympathisch.&#xA;&#xA;  Zur Burgruine klettert er empor.&#xA;  Sieh da, was blüht auf dem vergrasten Söller?&#xA;  &#34;Die blaue Blume der Romantik ists!&#34;&#xA;  ruft er verzückt und steckt sie an das Göller.&#xA;&#xA;  Heimwandelnd trifft er einen Lehrer an,&#xA;  der zieht den &#34;Binz&#34; aus seiner alten Mappe.&#xA;  &#34;Mein Lieber&#34;, lacht er, &#34;was dein Knopfloch zieht,&#xA;  heisst Aquilegia oder Narrenkappe!&#34;&#xA;&#xA;#Literatur #RuthBlum #Klettgau]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Gedicht fand ich in der Nähe der Burg Radegg, auf einer Tafel des Schaffhausner Dichterpfads, mit der Bezeichnung Südranden 8. Es ist wohl ein wenig altmodisch, aber ich mag seinen Charme.</strong></p>



<p><strong>Ruth Blum</strong>
<strong>Akelei oder Narrenkappe</strong>
Aquilegia vulgaris</p>

<blockquote><p>Mit dunklem Blick und schlecht rasiertem Kinn,
den schüttern Haarschopf mangelhaft gebürstet,
durchstreift den weiten Wald der Musensohn,
der nach dem Bild der blauen Blume dürstet.</p>

<p>Schmalbrüstig keucht er über Stock und Stein,
sein kurzer Dichteratem geht asthmatisch.
Ein grosses Wildschwein nimmt entsetzt Reissaus;
Der Ungekämmte ist ihm nicht sympathisch.</p>

<p>Zur Burgruine klettert er empor.
Sieh da, was blüht auf dem vergrasten Söller?
“Die blaue Blume der Romantik ists!”
ruft er verzückt und steckt sie an das Göller.</p>

<p>Heimwandelnd trifft er einen Lehrer an,
der zieht den “Binz” aus seiner alten Mappe.
“Mein Lieber”, lacht er, “was dein Knopfloch zieht,
heisst Aquilegia oder Narrenkappe!”</p></blockquote>

<p><a href="https://zettelwerk.writeas.com/tag:Literatur" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Literatur</span></a> <a href="https://zettelwerk.writeas.com/tag:RuthBlum" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">RuthBlum</span></a> <a href="https://zettelwerk.writeas.com/tag:Klettgau" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Klettgau</span></a></p>
]]></content:encoded>
      <guid>https://zettelwerk.writeas.com/fast-ein-heimatgedicht-ruth-blum</guid>
      <pubDate>Tue, 10 May 2022 07:15:19 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>013 Das Geraune über schlechte Energie</title>
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      <description>&lt;![CDATA[Menschen mit esoterischer Affinität sprechen immer wieder gerne von der Energie von Menschen, Orten oder Landschaften. Ein junges Mädchen verändert den Blick darauf.&#xA;&#xA;!--more--&#xA;&#xA;Soviel wird von der fehlenden oder vorhandenen Energie, von Energieorten, schlechter Energie von Menschen, die einen in seinem positiven Denken zu beeinträchtigen droht, geschrieben und gesprochen. Geben wir es doch zu, trotz all unserer Aversion gegenüber esoterischem Blablabla und darin sich badendendem überheblichen Getue; Geben wir es zu, dass wir uns an bestimmten Orten einfach schlecht fühlen und an manchen einfach richtig gut. Ob das an feinstofflichen Schwingungen, unterirdischen Wasseradern oder einfach unserem schlechten/exzellenten psychischen Zustand liegen mag, lassen wir dahingestellt.&#xA;&#xA;Darüber nachzudenken ist eigentlich müssig. Aber da ist dieser Berghof auf dem Hügel, einst in der Mitte des 19. Jahrhunderts dort gebaut, um jene Menschen aufzunehmen, die anderso keinen Platz gefunden haben: Arme, Obdachlose, Alte, Verrückte, &#34;Asoziale&#34;. Oben am Berg eben, um sie recht weit weg von den akzeptierten Bürgern unten im Tal zu konzentrieren. Wer sich also von diesem Haus ohne Erlaubnis wegbegab, erhielt seine &#34;verdiente&#34; Strafe. So vermerkt die Chronik aus dem Jahr 1939:&#xA;&#xA;  Ein Insasse ist zum dritten male ausgerissen und hat sich 1 1/2 Jahre mit falschem Heimatschein herumgetrieben. Er bekam folgende Strafe: 20 Streiche auf dem Rücken und zwar 10 vor dem Gemeindehaus und die anderen 10 beim Wiedereintritt ins Armenhaus.&#xA;&#xA;Dieser Ort, in dem mit Zwang regiert wurde, in denen Menschen geschlagen, gedemütigt, eingesperrt und insgesamt menschenunwürdig behandelt wurden, in dem gestorben und gelitten wurde, hoch oben am Hügel: kann dieser Ort mit &#34;guten&#34; Energien ausgestattet sein, kann man sich dort wohlfühlen, entspannen, ihn geniessen? Muss man denn nicht ständig an den Schmerz der Menschen denken? Denn daran wird man stets erinnert. Liegt in den Gästewohnungen denn nicht auch eine sorgfältig geschriebene Chronik einer Schülerin (der Tochter des Hauses) auf, in der präzise beschrieben wird, welche Geschichte dieser Ort besitzt. Das ist beleibe keine Wohlfühlbroschüre des Fremdenverkehrsverbandes. das ist ein Stück Wahrheit über die Armenhäuser dieses Landes. Und natürlich: die Gäste reden offen und betroffen darüber.&#xA;&#xA;Ein Haus voller böser Geschichte und Leiden: und damit auch schlechter Energie, so möchte man meinen. Ich kann beim besten Willen nichts davon entdecken und fühle mich pudelwohl und glücklich. Ob das an meiner mangelnden Sensibilität liegt? An meiner Abwehr? An meiner Ignoranz?&#xA;&#xA;Doch dann fällt mir ein, welche Genugtuung es den geschundenen und kranken und auch alten Menschen bereitet hätte, wenn eine eifrige, verständnisvolle und zugewandte jungen Frau ihr Leben gewürdigt und damit anerkannt hätte. Und wenn die neuen Besitzer des Hauses, sich nicht gescheut hätten, die Wahrheit über sie in jedem Zimmer auszulegen. So sieht nämlich Wiedergutmachung aus und darüber hat jede/r Macht. Schlechte Energien können da nicht mehr bestehen.&#xA;&#xA;Tags: #GeniusLoci #Klettgau #Asyl]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Menschen mit esoterischer Affinität sprechen immer wieder gerne von der Energie von Menschen, Orten oder Landschaften. Ein junges Mädchen verändert den Blick darauf.</strong></p>



<p>Soviel wird von der fehlenden oder vorhandenen Energie, von Energieorten, schlechter Energie von Menschen, die einen in seinem positiven Denken zu beeinträchtigen droht, geschrieben und gesprochen. Geben wir es doch zu, trotz all unserer Aversion gegenüber esoterischem Blablabla und darin sich badendendem überheblichen Getue; Geben wir es zu, dass wir uns an bestimmten Orten einfach schlecht fühlen und an manchen einfach richtig gut. Ob das an feinstofflichen Schwingungen, unterirdischen Wasseradern oder einfach unserem schlechten/exzellenten psychischen Zustand liegen mag, lassen wir dahingestellt.</p>

<p>Darüber nachzudenken ist eigentlich müssig. Aber da ist dieser Berghof auf dem Hügel, einst in der Mitte des 19. Jahrhunderts dort gebaut, um jene Menschen aufzunehmen, die anderso keinen Platz gefunden haben: Arme, Obdachlose, Alte, Verrückte, “Asoziale”. Oben am Berg eben, um sie recht weit weg von den akzeptierten Bürgern unten im Tal zu konzentrieren. Wer sich also von diesem Haus ohne Erlaubnis wegbegab, erhielt seine “verdiente” Strafe. So vermerkt die Chronik aus dem Jahr 1939:</p>

<blockquote><p>Ein Insasse ist zum dritten male ausgerissen und hat sich 1 ½ Jahre mit falschem Heimatschein herumgetrieben. Er bekam folgende Strafe: 20 Streiche auf dem Rücken und zwar 10 vor dem Gemeindehaus und die anderen 10 beim Wiedereintritt ins Armenhaus.</p></blockquote>

<p>Dieser Ort, in dem mit Zwang regiert wurde, in denen Menschen geschlagen, gedemütigt, eingesperrt und insgesamt menschenunwürdig behandelt wurden, in dem gestorben und gelitten wurde, hoch oben am Hügel: kann dieser Ort mit “guten” Energien ausgestattet sein, kann man sich dort wohlfühlen, entspannen, ihn geniessen? Muss man denn nicht ständig an den Schmerz der Menschen denken? Denn daran wird man stets erinnert. Liegt in den Gästewohnungen denn nicht auch eine sorgfältig geschriebene Chronik einer Schülerin (der Tochter des Hauses) auf, in der präzise beschrieben wird, welche Geschichte dieser Ort besitzt. Das ist beleibe keine Wohlfühlbroschüre des Fremdenverkehrsverbandes. das ist ein Stück Wahrheit über die Armenhäuser dieses Landes. Und natürlich: die Gäste reden offen und betroffen darüber.</p>

<p>Ein Haus voller böser Geschichte und Leiden: und damit auch schlechter Energie, so möchte man meinen. Ich kann beim besten Willen nichts davon entdecken und fühle mich pudelwohl und glücklich. Ob das an meiner mangelnden Sensibilität liegt? An meiner Abwehr? An meiner Ignoranz?</p>

<p>Doch dann fällt mir ein, welche Genugtuung es den geschundenen und kranken und auch alten Menschen bereitet hätte, wenn eine eifrige, verständnisvolle und zugewandte jungen Frau ihr Leben gewürdigt und damit anerkannt hätte. Und wenn die neuen Besitzer des Hauses, sich nicht gescheut hätten, die Wahrheit über sie in jedem Zimmer auszulegen. So sieht nämlich Wiedergutmachung aus und darüber hat jede/r Macht. Schlechte Energien können da nicht mehr bestehen.</p>

<p>Tags: <a href="https://zettelwerk.writeas.com/tag:GeniusLoci" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">GeniusLoci</span></a> <a href="https://zettelwerk.writeas.com/tag:Klettgau" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Klettgau</span></a> <a href="https://zettelwerk.writeas.com/tag:Asyl" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Asyl</span></a></p>
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      <guid>https://zettelwerk.writeas.com/012-das-gerede-von-der-energie</guid>
      <pubDate>Sat, 07 May 2022 19:38:56 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>TAGS</title>
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      <description>&lt;![CDATA[.A | #Ailantd #Allaine #AlteLeut #AnnetteDrosteHülshoff #ArtemisMission #Asyl &#xA;.B | #Bibel #Bodensee #GerdaBlees #RuthBlum #HazelBrugger #BuchWien #OctaviaEButler&#xA;.C | #CaptionYourMedia #Chtuluzän&#xA;.D | #Demiurg&#xA;.E | #Erinnerung #Ereignishorizont #AnnieErnaux #EU&#xA;.F | #Fediverse #Figurenkabinett #Fiktiokratie #Fiktionaut #Film #FondationBeyeler #MichelFoucault #Fundstücke #Fungi&#xA;.G | #Gaming #GeniusLoci #Grenzen #Grid&#xA;.I | #Inclusion #Ittingen&#xA;.J | #JavierTellez #Jura&#xA;.K | #Klettgau #Klimakatastrophe #Kunst #Landscaping&#xA;.L |  #Legenden #Literatur #Logseq&#xA;.M | #Mastodon #MikroLiteratur #MikroEssay#MiniEssay #PietMondrian #Mykorhizom&#xA;.N |  #Narrenschiff #Neuhier #nanowrimo #NMS #Netflix&#xA;.O |  #OpenSimulator #Orion&#xA;.P | #PoetrySlam #PostAnthropzän #Psychonaut&#xA;.R | #RomanprojektEarthseed&#xA;.S | #Schreibarbeit #SchwarzeLöcher #Scrivener #SigridUndstet #Software #Solarpunk #Sonne #Sonnenfinsternis #Eklipse&#xA;.T | #Tomasino #Trias #Twitter&#xA;.V | #VirtuelleWelt #Voyeurismus&#xA;.W | #WalktheDog #Weltraum #WriteTrack #WritingMonth24&#xA;.Z | #ZeppelinMuseum&#xA;&#xA; ]]&gt;</description>
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.<strong>N</strong> |  <a href="https://zettelwerk.writeas.com/tag:Narrenschiff" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Narrenschiff</span></a> <a href="https://zettelwerk.writeas.com/tag:Neuhier" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Neuhier</span></a> <a href="https://zettelwerk.writeas.com/tag:nanowrimo" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">nanowrimo</span></a> <a href="https://zettelwerk.writeas.com/tag:NMS" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">NMS</span></a> <a href="https://zettelwerk.writeas.com/tag:Netflix" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Netflix</span></a>
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.<strong>R</strong> | <a href="https://zettelwerk.writeas.com/tag:RomanprojektEarthseed" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">RomanprojektEarthseed</span></a>
.<strong>S</strong> | <a href="https://zettelwerk.writeas.com/tag:Schreibarbeit" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Schreibarbeit</span></a> <a href="https://zettelwerk.writeas.com/tag:SchwarzeL%C3%B6cher" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">SchwarzeLöcher</span></a> <a href="https://zettelwerk.writeas.com/tag:Scrivener" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Scrivener</span></a> <a href="https://zettelwerk.writeas.com/tag:SigridUndstet" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">SigridUndstet</span></a> <a href="https://zettelwerk.writeas.com/tag:Software" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Software</span></a> <a href="https://zettelwerk.writeas.com/tag:Solarpunk" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Solarpunk</span></a> <a href="https://zettelwerk.writeas.com/tag:Sonne" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Sonne</span></a> <a href="https://zettelwerk.writeas.com/tag:Sonnenfinsternis" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Sonnenfinsternis</span></a> <a href="https://zettelwerk.writeas.com/tag:Eklipse" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Eklipse</span></a>
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      <pubDate>Fri, 06 May 2022 07:41:29 +0000</pubDate>
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    <item>
      <title>011 Die Sache mit dem Teufel</title>
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      <description>&lt;![CDATA[Darüber habe ich ja schon viel geschrieben, denn seine Gestalt lässt uns nicht los. Gott ist tot, der Teufel lebt.&#xA;&#xA;Ja, ich weiss, die beiden gehören zusammen: der Teufel erscheint mir aber der Interessantere von Beiden. Darüber habe ich verschiedentlich bereits in meinem Blog Mostindien geschrieben: hier und da.&#xA;&#xA;!--more--&#xA;&#xA;Nun finde ich bei meinen Spaziergängen durch den Klettgau einen weiteren Ort, der offenbar dem Teufel gewidmet ist: des Tüüfels Häärdplatte. Da wurde ein grosser Stein vom Gletscher des Schwarzwaldeises über einige Entfernungen verfrachtet und ist dort über Jahrhunderte liegengeblieben, heute in einem dichten Kulturwald, abseits eines Weges, mit einem zarten Hinweisschild versehen. Der eiszeitliche Findling, vom Gletscher an einen fernen Ort getragen, ist heute ein verwitterter Kalkblock, mit zum Teil faustgrossen Vertiefungen und einem seltsamen Gewirr von Rinnen. Von bescheidener Grösse indes: 190x120x50cm.  Immer wieder wird betont, dass es sich dabei um einen Stein mit kultischer Bedeutung gehandelt haben soll: einem heidnischen Druiden- oder Schalenstein. Das Heidentum, das aus der Überlieferung spricht, wird durch den heutigen Namen  in die Person des &#34;Ungläubigen&#34;, des &#34;Teufels&#34; gepackt. Der Stein als Kochstelle des Teufels eben, auf der die verlorenen Seelen gegart werden.&#xA;Quelle: Ortsnamen Schweiz&#xA;&#xA;#GeniusLoci #Klettgau]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Darüber habe ich ja schon viel geschrieben, denn seine Gestalt lässt uns nicht los. Gott ist tot, der Teufel lebt.</strong></p>

<p>Ja, ich weiss, die beiden gehören zusammen: der Teufel erscheint mir aber der Interessantere von Beiden. Darüber habe ich verschiedentlich bereits in meinem Blog Mostindien geschrieben: <strong><a href="https://mostindien.org/2021/02/16/teuflisches-gewasser/">hier</a></strong> und <strong><a href="https://mostindien.org/2021/04/28/teufel-troll-und-resilienz/">da</a></strong>.</p>



<p>Nun finde ich bei meinen Spaziergängen durch den Klettgau einen weiteren Ort, der offenbar dem Teufel gewidmet ist: des <em>Tüüfels Häärdplatte</em>. Da wurde ein grosser Stein vom Gletscher des Schwarzwaldeises über einige Entfernungen verfrachtet und ist dort über Jahrhunderte liegengeblieben, heute in einem dichten Kulturwald, abseits eines Weges, mit einem zarten Hinweisschild versehen. Der eiszeitliche Findling, vom Gletscher an einen fernen Ort getragen, ist heute ein verwitterter Kalkblock, mit zum Teil faustgrossen Vertiefungen und einem seltsamen Gewirr von Rinnen. Von bescheidener Grösse indes: 190x120x50cm.  Immer wieder wird betont, dass es sich dabei um einen Stein mit kultischer Bedeutung gehandelt haben soll: einem heidnischen Druiden- oder Schalenstein. Das Heidentum, das aus der Überlieferung spricht, wird durch den heutigen Namen  in die Person des “Ungläubigen”, des “Teufels” gepackt. Der Stein als Kochstelle des Teufels eben, auf der die verlorenen Seelen gegart werden.
<strong>Quelle:</strong> <a href="https://search.ortsnamen.ch/de/record/5002229/">Ortsnamen Schweiz</a></p>

<p><a href="https://zettelwerk.writeas.com/tag:GeniusLoci" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">GeniusLoci</span></a> <a href="https://zettelwerk.writeas.com/tag:Klettgau" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Klettgau</span></a></p>
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      <pubDate>Thu, 05 May 2022 13:18:07 +0000</pubDate>
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      <title>010 Versteinerungen aus der Trias</title>
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      <description>&lt;![CDATA[Im Klettgau kann man sich hervorragend der menschlichen Bedeutungslosigkeit bewusst werden.&#xA;&#xA;Ich bin zu heute zu einem Steinfeld gegangen, das in der Nähe eines Ackers aufgeschüttet war. Offenbar hat hier ein Bauer lästige Steine von seinem Acker verbracht. Gemeinsam mit J. haben ich die Steine untersucht und sie oft auch an einem zweiten, grösseren Stein entzwei gebrochen, um eventuelle Versteinerungen aufzuspüren. Wir waren an der Buebehalde und ein Schild wies uns darauf hin, dass wir wohl hier Versteinerungen finden würden:&#xA;&#xA;!--more--&#xA;&#xA;  Schwärzibuk, Buebehalde. Einziges Vorkommen von oberem Keuper der Trias im Kanton Schaffhausen. Die grünlichen Tonlager mit eingelagertem Kalkgrus gehören zu den Rätschichten. Darin findet an Zähnchen der primitivsten Säugetiere. Alter der Schicht: etwa 190 Millionen Jahre.&#xA;&#xA;Abgesehen von der mir auf den ersten Blick nicht entschlüsselbaren geologischen Fachsprache blieb die Neugier ungebrochen. Sie liessen nicht lange auf sich warten, die Funde. Unter der kundigen Führung von J. fanden wir Ammoniten, Muschelabdrücke und auch im Stein eingebettete Überreste von Tintenfischen. Die Vorstellung, hier Jahrmillionen an Geschichte in Händen zu halten, liess mich erschaudern, insbesondere der Gedanke, dass die Menschheit angesichts dieser erstarrten Lebewesen so jung, so unerfahren und als Spezies so zerbrechlich ERSCHEINT. &#34;War&#34; hätte ich fast schon gesagt, dabei die Klimakatastrophe, an deren Anfang wir stehen, vor Augen.&#xA;&#xA;#Fundstücke #Klettgau #Trias]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Klettgau kann man sich hervorragend der menschlichen Bedeutungslosigkeit bewusst werden.</strong></p>

<p>Ich bin zu heute zu einem Steinfeld gegangen, das in der Nähe eines Ackers aufgeschüttet war. Offenbar hat hier ein Bauer lästige Steine von seinem Acker verbracht. Gemeinsam mit J. haben ich die Steine untersucht und sie oft auch an einem zweiten, grösseren Stein entzwei gebrochen, um eventuelle Versteinerungen aufzuspüren. Wir waren an der <em>Buebehalde</em> und ein Schild wies uns darauf hin, dass wir wohl hier Versteinerungen finden würden:</p>



<blockquote><p>Schwärzibuk, Buebehalde. Einziges Vorkommen von oberem Keuper der Trias im Kanton Schaffhausen. Die grünlichen Tonlager mit eingelagertem Kalkgrus gehören zu den Rätschichten. Darin findet an Zähnchen der primitivsten Säugetiere. Alter der Schicht: etwa 190 Millionen Jahre.</p></blockquote>

<p>Abgesehen von der mir auf den ersten Blick nicht entschlüsselbaren geologischen Fachsprache blieb die Neugier ungebrochen. Sie liessen nicht lange auf sich warten, die Funde. Unter der kundigen Führung von J. fanden wir Ammoniten, Muschelabdrücke und auch im Stein eingebettete Überreste von Tintenfischen. Die Vorstellung, hier Jahrmillionen an Geschichte in Händen zu halten, liess mich erschaudern, insbesondere der Gedanke, dass die Menschheit angesichts dieser erstarrten Lebewesen so jung, so unerfahren und als Spezies so zerbrechlich ERSCHEINT. “War” hätte ich fast schon gesagt, dabei die Klimakatastrophe, an deren Anfang wir stehen, vor Augen.</p>

<p><a href="https://zettelwerk.writeas.com/tag:Fundst%C3%BCcke" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Fundstücke</span></a> <a href="https://zettelwerk.writeas.com/tag:Klettgau" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Klettgau</span></a> <a href="https://zettelwerk.writeas.com/tag:Trias" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Trias</span></a></p>
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      <guid>https://zettelwerk.writeas.com/010-versteinerungen-aus-der-trias</guid>
      <pubDate>Thu, 05 May 2022 08:09:15 +0000</pubDate>
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